Laut Börsenews konnten die Energieriesen Exxon und Shell dank des gestiegenen Ölpreises ihre Gewinne verdoppeln auf viel Milliarden Euro pro Quartal.. Die Erdölfirmen setzen immer mehr auf problematisch abzubauende Ölsande sowie auf Tiefseebohrungen in der Arktis. Austretendes Öl kann in kalten Gewässern noch schlechter abgebaut werden und unter monatelangen Eisdecken auch nicht mehr eingedämmt.
Gleichzeitig wird bereits auf Ministeriumsebene bereits seit langem von einer Fiskalreform gemunkelt. Diese sieht vor, Arbeit steuerlich zu entlasten und Energie im Gegenzug etwas höher zu belasten. Eine Netzparität der Erneuerbaren ist somit nicht mehr etwa 2020 zu erwarten, sondern kann schon dementsprechend früher eintreten. Laut dem Wirtschaftforschungsinstitut soll eine Steuerreform noch tiefgreifender reformieren. Es ist altbekannt, dass Steuern als Lenkungsmaßnahmen “von oben herab” wirken. Dieser Governance Ansatz kann auch vorbeugend agieren, sogar im Bezug auf unsere eigene Gesundheit. So wurde z.B. in Frankreich eine “Cola-Steuer” eingeführt auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, was manchen großen Konzernen natürlich nicht sehr gut gefallen hat.
Als Indikatoren neben dem BIP werden in der EU-Resolution auf mehrere Berichte, wie z.B. dem Stiglitz-Bericht, der TEEB-Initiative, Berichte von Stern, dem Aktionsplan der EU für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und vielen mehr verwiesen.
Daneben gibt es natürlich noch zahlreiche weitere, wie den Global Peace Index, den Happy Planet Index, und das Gross National Happiness, dass auf der Ausrichtung von dem Land Bhutan basiert. Der Mitbegründer der Bruttonationalglückstiftung ist niemand geringer als Gunter Pauli, der durch seine Blue Econonomy bekannt geworden ist, die intelligente Lösungen für moderne Systeme bereit stellen. Eine sehr umfangreiche und nach zahlreichen Kriterien ordenbare Datenbank ist die World Database of Happiness.
In der Gemeinwohlökonomiebesteht die notwendige Forderung der Steuerbegünstigungen durch engagierte Gemeinwohlbilanzierer, der eine wertvolle Position in der Rechtsschreibung zusteht und somit auch den Eingang in eine Alternativindexierung finden sollte.
Percy Schmeiser war am 8. Juni in Wien und berichtete über seinen Kampf gegen den Megakonzern Monsanto, der gentechnisch verändertes Saatgut weltweit vertreibt und keine unlauteren Mittel zuwider sind.. Monsanto vs Schmeiser www.gentechnikverbot.at
Osmosekraftwerke können die natürliche Vermischung von Süß- und Salzwasser energetisch nutzen und können somit an Flussmündungen gebaut werden. Doch nicht alle Standorte sind optimalen Bedingungen ausgesetzt. Die Universität Bochum hat sich genauer mit diesem Thema beschäftigt.
Die deutsche Bundesregierung kann laut des Bundesverfassungsgerichts nicht ohne Bundesrat der Verlängerung von alternden Atomkraftwerkenzustimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann nun die rückwärtsgewandte Atompilitik der schwarz-gelben Bundesregierung beenden und wird aufgefordert sich nicht vier großen Konzernen mehr verpflichtet zu fühlen als der klaren Mehrheit der Bevölkerung. Deutsche Umwelthilfe
Elektromobilität wird derzeit hochstilisiert, wobei nicht nur Vorteile aus der neuen Industriebranche entwachsen. Eine Studie von A.T. Kearney hinterfragt den E-Auto-Hype.
Gleichzeitig gibt es einen neuen Rekord in Reichweite ohne nachladen. Der “Japan Electric Vehicle Club” hat über 1000 km mit einem Elektroauto zurückgelegt.
Sunplugged, eine österreichische Firma, hat ein mobiles Photovoltaiksystem für Transportfahrzeuge entwickelt. Damit lassen sich in etwa 1000 Liter Treibstoff im Jahr sparen und es amortisiert sich bereits in drei bis fünf Jahren
Den Endbericht der vom BMVIT in Auftrag gegebenen Studie “Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2009″sowie eine Übersichtstabelle mit den wichtigsten Kennzahlen (Umsätze, Arbeitsplätze, Export, CO2-Einsparung und installierte Leistung in den 4 Sektoren) finden Sie unter folgendem Link: www.nachhaltigwirtschaften.at/publikationen/view.html/id797
Energy [R]evolution skizziert Wege zu einer 100% Versorgung mit erneuerbaren Energien für die Welt in dem Bericht “Energie [R]evolution: A Sustainable World Energy Outlook” der von “European Renewable Energy Council” (EREC) und Greenpeace vorgestellt wurde.
Nach 20 Jahren Abfallwirtschaftsgesetz haben Lebensministerium in Zusammenarbeit mit dem ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband) den Abfallwirtschaftsdialog ins Leben gerufen. Alle Interessierten und insbesondere die Stakeholder aus der Abfallwirtschaft sind eingeladen in diesem Rahmen auf aw2020.at Lösungsansätze und Zukunftsszenarien für die österreichische Abfallwirtschaft in den kommenden 10 Jahren zu bewerten und eigene Vorschläge einzubringen.
Energieverbrauchsinkt durch energieeffiziente Haushaltsgeräte um 25%, das bedeutet eine Ersparnis für einen Haushalt von 400€ im Jahr oder 915 kg CO2 (Emissionsfaktor 0,44 kg CO2/kWh bei typ. Strommix). Für 20 Jahre alte Geräte sind sogar bis zu 50% drinnen. Siehe: www.deridealehaushalt.at.
Auch innovative Beleuchtung kann Energiekosten senken und dem Raumklima ein besonderes Ambiente verleihen. Viele interessante Informationen zu diesem Thema und mehr sind zu finden in den Publikationen des oberösterreichischen Energieverbandes: www.esv.or.at/info-service/publikationen
Es gibt eine interessante Bewertung der Stiftung Warentest über Energiesparlampen, die sogar stinken können.
Bauteileaktivierung ist ein neues Schlagwort bei der Errichtung von Gebäuden. Wasserdurchflutete Kunststoffrohre in Betondecken und -wänden können als Heiz- und Kühlelemente verwendet werden, was sich reduzierend auf den Energiebedarf ausübt. Das BMVIT zusammen mit industrienäheren Kooperationen hat einen Innovationspreis 2010 ausgelobt für dermaßen errichtete Gebäude. Weiterführende Infos unter www.betonmarketing.at.
Eine innovative Passivhaustechnik in Stockholm nutzt die Körperwärme tausender Pendler aus dem Hauptbahnhof und beheizt damit über einen Wärmetauscher ein in der Nähe liegendes Bürohaus. Diese Anwendung sei in allen Bereichen sinnvoll, in denen sich viele Menschen aufhalten,beispielsweise große Bürogebäude oder Einkaufszentren.www.eu-koordination.de
Klimaflucht wir wohl das Schlagwort des 21. Jahrhunderts werden, da komplette Landstriche mit Auswanderung konfrontiert sind. Z.B. hat die Regierung Tuvalus bereits in Neuseelnad und Australien für alle Einwohner um Asyl angesucht. Das Ansuchen ist abgelehnt worden, da es nach offizieller Konvention keine Asylberechtigung aufgrund von globaler Erwärmung gibt. Tuvalu ist weiterhin der Meinung, dass die Kosten ihrer Auswanderung die Industriestaaten als Verursacher der Klimaerwärmung übernehmen müssen.
Laut Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes ist der CO2 Ausstoß seit 2005 rückläufig, wird die Kyoto-Emissionsziele trotzdem bis 2012 trotzdem nicht erreichen. Das bedeutet einen erhöhten Zukauf an CO2-Zertifikaten im Ausland. Hier der Klimaschutzbericht 2010.